Vasektomie in Köln bei einem Experten.

Ein wichtiger Schritt der Familienplanung.

Mit der abgeschlossenen Familienplanung stellt sich für viele Paare die Frage nach der besten Verhütungsmethode. Viele Männer übernehmen dann die Verantwortung und denken über eine Sterilisation bei sich nach. Häufig will der Mann auch selbst bestimmen, ob er weiterhin Kinder zeugen will oder nicht: Die Sterilisation ist zu einem ein Teil Ausdruck der Emanzipation des Mannes. Bei einem so persönlichen Eingriff ist die Auswahl des richtigen Arztes extrem wichtig, denn was könnte persönlicher sein.

Wir wollen Sie auf dieser Seite über die Sterilisation beim Mann informieren.

 

Die Vasektomie als sicherste Form der Verhütung.

Die operative Sterilisation des Mannes wird als „Vasektomie“  bezeichnet. Dabei wird das „Vas Deferens“ (Samenleiter), auf beiden Seiten „ektomiert“, also durchtrennt.

Der Samenleiter verbindet die Nebenhoden mit der Prostata, so dass beim Orgasmus die Spermien zusammen mit Prostata- und Samenblasensekret aus der Harnröhre nach außen gebracht werden. Der gesamte Samenleiter ist etwa 15-20cm lang und etwa streicholzdick. Man kann ihn oberhalb des Hodens im Samenstrang tasten.

 

Die Vasektomie ist die sicherste Form der Verhütung, der Pearl-Index liegt bei 0,1 (d.h. 1 von 1000 Frauen wird innerhalb eines Jahres bei dieser Verhütungsform schwanger. Zum Vergleich: Pille 0,14-4, Spirale 1-3, Kondom 3-4, Coitus interruptus 10-20.)

 

Die Operation ist einfach, schnell, und ohne größere Schmerzen, Risiken oder Komplikationen ambulant durchführbar. Des Weiteren erspart der Mann der Partnerin deutlich komplikationsträchtigere oder unsicherere Verhütungsmethoden wie die Pille oder die Spirale. Etwa 2% aller Männer, bei denen die Operation durchgeführt wird, lassen sich wieder refertilisieren, also die Operation umkehren, was ebenfalls möglich ist (s.u.). Seit 2004 werden die Operationskosten für die Vasektomie nicht mehr von den Krankenkassen übernommen, so dass der Patient selber dafür aufkommen muss (s.u.).

 

Seit 2012 gibt es erstmals eine Richtlinie der EAU (European Association of Urology) zur Vasektomie. Die Daten dieser Seite, sowie die operative Durchführung als auch die Nachbehandlung in unserer Praxis, richten sich danach.

Ihre Vasektomie Experten.

Kompetent & erfahren.

Dr. Oliver Gralla, FEBU
Facharzt für Urologie, Andrologie und medikamentöse Tumortherapie

Dr. Marc Birkhahn
Facharzt für Urologie, Andrologie und medikamentöse Tumortherapie

Alexander Sahi
Facharzt für Urologie, Andrologie und medikamentöse Tumortherapie

Ertasten des Samenleiters

Mobilisieren des Samenleiters

Querschnitt

Häufige Fragen zur Vasektomie

Vor der Operation

Als erstes wird im Gespräch über die Folgen der geplanten Sterilität aufgeklärt. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung des OP-Gebietes, wobei die Samenleiter, Hoden und Nebenhoden abgetastet werden.

Bei Bedarf wird ein Ultraschall durchgeführt. Bei der Untersuchung kann gleich mitgeteilt werden, wo und wie die Lokale Narkose und der Eingriff erfolgt (s.u.).

Anschließend erfolgt eine ausführliche Aufklärung bzgl. des OP-Ablaufes inklusive aller möglicher Risiken und Komplikationen (s.u.). Nach Einwilligung und Unterschrift des Patienten wird der Behandlungsvertrag unterzeichnet (s.u.) und ein Operationstermin vereinbart.

Bindende Kontraindikationen zum Eingriff bestehen nicht. Bei jungen Männern, sowie Männern, die noch keine Kinder gezeugt haben, sollte der Behandlungswunsch allerdings genauestens abgefragt werden.

Während der Operation

Der Samenleiter wird am Scrotalansatz (Übergang von Hodensack zur Leiste) unter der Haut getastet und vom Operateur mit den Fingern unter der Haut fixiert. Es erfolgt eine lokale Narkose um den Samenleiter und das umgebende Gewebe.

Vor Beginn des Eingriffes wird die Narkosewirkung mit einer Pinzette überprüft. Anschließend wird die Haut über dem Samenleiter etwa 1cm mit dem Skalpell eröffnet, das Gewebe wird leicht gespreizt und der Samenleiter mit einer Pinzette hervorgeholt. Der Samenleiter wird mit zwei Klemmen gefasst und ein Teilstück von etwa 1 cm mit einer Schere entfernt. Die beiden Enden werden mit Strom „verschweißt“, anschließend vernäht und wieder zurück in den Hodensack fallen gelassen. Danach wird die Haut mit 2 Stichen genäht, wobei sich das Nahtmaterial in 2-3 Wochen von selbst auflöst und nicht gezogen werden muss. Nach einem sterilen Druckverband erfolgt das gleiche Vorgehen auf der Gegenseite. Insgesamt dauert der Eingriff etwa 15-30 Minuten.

Nach der Operation

Eine Nachbehandlung im eigentlichen Sinne ist nicht erforderlich, d.h. eine Wiedervorstellung in der Praxis direkt nach der Operation muss nicht erfolgen, solange keine Beschwerden bestehen. Das verwendete Nahtmaterial, mit der die Haut verschlossen wird, löst sich von alleine auf und ist nach ca. 2-3 Wochen verschwunden.

Direkt nach der Operation können sich noch Spermien in Schleimhautfalten der Samenblasen oder in der Prostata aufhalten, so dass dann ggf. noch eine Befruchtung stattfinden kann! Die Zeugungsunfähigkeit kann erst dann bescheinigt werden, wenn 2 Spermiogramme ca. 3 Monate (oder nach ca. 20 Ejakulationen) nach der Operation keine befruchtungsfähigen Spermien mehr zeigen. Bis dahin sollte noch verhütet werden, um sicher eine Schwangerschaft auszuschließen. In der Literatur wird beschrieben, dass in seltenen Fällen (0,02-0,4%) eine spontane Rekanalisation der Vasektomie-Stümpfe stattfinden kann. D.h., die vormals durchtrennten Enden des Samenleiters wachsen wieder zusammen und bilden erneut einen durchgängigen Kanal, so dass erneut Schwangerschaften wieder möglich sind.

Um dies sicher auszuschließen, können auch Jahre nach der Operation Spermiogrammkontrollen zur Sicherheit beitragen.

Das Ejakulat besteht zum größten Teil aus den Sekreten von Prostata und Samenblasen. Der Anteil aus den Nebenhoden beträgt allenfalls 5% des Volumens, so dass sich die Ejakulation und die Orgasmusfähigkeit nach der Operation nicht verändern. Die hormonelle Situation verändert sich durch den Eingriff ebenfalls nicht, so dass auch Libido und Erektionsfähigkeit voll erhalten bleibt. In einzelnen Fällen sind durch den Verlust der Zeugungsfähigkeit vorübergehende psychosomatische Erektionsbeschwerden beschrieben worden. Diese Erektionsschwäche hat nichts mit dem Eingriff an sich zu tun und vergeht normalerweise zügig.

Mögliche Risiken

Die Risiken bei einer Vasektomie sind grundsätzlich gering, Komplikationen treten sehr selten auf. Generelle Risiken bei jeglichen operativen Eingriffen sind Auftreten von Blutungen, Nachblutungen, Infektionen und ausgeprägter Narbenbildung.

Spezielle Risiken bei der Vasektomie sind dadurch bedingt, dass der Hoden auch nach der Operation weiter Spermien bildet, die anschließend in den Nebenhoden transportiert werden. Diese Spermien müssen im Nebenhoden abgebaut werden, da sie durch den unterbundenen Samenleiter bei der Ejakulation nicht mehr entweichen können. Entsteht ein Ungleichgewicht zwischen Neubildung von Spermien und Spermienabbau, kann es zu einem vorübergehendem leichten Druck im Nebenhoden kommen, der manchmal unangenehm sein kann. Des weiteren sind ausgeprägte Vernarbungen an den Enden der Samenleiter beschrieben, in denen auch Nervenendigungen eingeschlossen sein können. Hierbei kann es zu ziehenden Beschwerden im OP-Bereich kommen.

Kosten

Seit 2004 werden die Kosten für die Operation nicht mehr von der Krankenkasse übernommen. In unserer Praxis belaufen sich die Kosten auf ca. 530€.

Die Summe beinhaltet die Leistungen für den gesamten Verlauf, also Voruntersuchungen, Aufklärung, Operation und Nachuntersuchungen inklusive Kontroll-Spermiogramme. Sollte eine pathologische Untersuchung der entnommenen Samenleiter gewünscht werden, fallen etwa weitere 100€ für den Pathologen an.

Refertilisierung

Etwa 2% aller Männer, die eine Vasektomie haben durchführen lassen, lassen sich wieder refertilisieren. Die Gründe hierfür liegen häufig in einem erneuten Kinderwunsch bei Beginn einer neuen Partnerschaft. Manchmal ändern sich die Finanziellen Verhältnisse, so dass auch dann ein Kinderwunsch wieder auftreten kann.

Die Refertilisierung, also das operative Wiederzusammenführen der durchtrennten Samenleiterstümpfe ist ungleich aufwendiger und komplizierter als die Vasektomie. Der Eingriff muss unter Zuhilfenahme eines Operationsmikroskops erfolgen, da der Innendurchmesser des Samenstranges weniger als 1mm beträgt. Es nur eine handvoll Ärzte in Deutschland, die den Eingriff wirklich regelmäßig und damit qualitativ hochwertig durchführen können. Wenn ein Operateur den Eingriff regelmäßig durchführt, liegen die Erfolgsraten des Eingriffes (Durchgängigkeit mit positivem Spermiogramm) allerdings bei deutlich über 95%. Da der Eingriff deutlich mehr Zeit, spezielles Operations-Instrumentarium und operative Expertise erfordert, belaufen sich die Kosten in der Regel auf einen 4-stelligen Betrag.

Sollten Sie eine Refertilisierung in Betracht ziehen, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf, wir empfehlen wir Ihnen gerne einen Experten.